Belastende Einsätze - Hilfe für Helfer

Veröffentlicht von Dirk Euhus am 23.07.2012
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Belastende Feuerwehr-Einsätze – und dann?

 

Zwei tödliche Verkehrsunfälle innerhalb weniger Wochen. Einsatzkräfte der Feuerwehr Wietzendorf hatten die traurige Aufgabe, die Leichen aus den Wracks zu bergen.

Gebäudebrand, ein Trupp geht unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Der Brandrauch versperrt die Sicht, der Trupp kann sich nur tastend orientieren. Dazu kommt die Hitze.
Wie gehen insbesondere junge Feuerwehrleute mit diesen Einsätzen um?
Belastende Feuerwehr Einsätze

 

 

 

An wen können sie sich wenden, wenn sie Hilfe benötigen, weil sie die „Bilder des Einsatzes“ nicht mehr loswerden?
Zu diesem wichtigen Thema führte die Feuerwehr Wietzendorf kürzlich eine Informationsveranstaltung durch. Aktive bis zum 21. Lebensjahr sowie deren Eltern waren eingeladen. Außerdem war Pastor Achim Blackstein der Einladung gerne gefolgt.
Zunächst wurde die Aus- und Fortbildung in allen Bereichen, „vom Leichten zum Schweren“, auch unter möglichst realistischen Bedingungen sowie Ablauf eines Einsatz von der Alarmierung über die Anfahrt zum Feuerwehrhaus, Ausrücken, Eintreffen am Einsatzort, Abarbeitung des Einsatzes bis zur Rückkehr dargestellt.
Bereits auf der Anfahrt, spätestens am Einsatzort, werden von den Führungskräften erste Personalentscheidungen getroffen. Klar ist, dass nicht ausgerechnet der Jüngste mit der Rettungsschere in unmittelbarer Nähe zum Unfallopfer arbeitet.
„Es gibt genügend Aufgaben, die während eines Feuerwehreinsatzes absolviert werden müssen. Für jeden gibt es etwas zu tun. Niemand wird zu etwas gezwungen oder überredet“ so ein Gruppenführer.

Ob es ein Kamerad ist, der kein Blut sehen kann oder ein Atemschutzgeräteträger, der eine Erkältung hat: es gibt genug für alle zu tun.
Nach Einsätzen findet bei vielen Feuerwehren, so auch in Wietzendorf, regelmäßig eine Nachbesprechung statt.
Was ist aber, wenn jemand die Bildes oder Eindrücke des Einsatzes nicht los wird?
Alle Führungskräfte der Feuerwehr stehen als erste Ansprechpartner auch außerhalb des Feuerwehrdienst zur Verfügung.
Pastor Blackstein bot seine professionelle Unterstützung und Hilfe an. „Ich bin Tag und Nacht erreichbar. Wenn ich gerufen werde, komme ich ganz sicher nicht mit guten Ratschlägen. Ich komme in erster Linie als Mensch und Zuhörer und nicht als Geistlicher. Zuhören, einen Überblick gewinnen, einfach da sein ist zunächst wichtig“ so Blackstein.
Auf überörtlicher Ebene stehen weitere Fachleute zur Verfügung. „Wir müssen nur von den Problemen wissen. Hier sind auch die Angehörigen und Freunde gefragt, wenn sie Veränderungen feststellen“ so Gemeindebrandmeister Hans-Heinrich Cohrs. „Sprecht uns an, wir werden eine Lösung finden und Hilfe anbieten“ so Cohrs weiter.

 

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Zuletzt geändert am: 04.01.2015 um 18:22

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